Mein.Tagebuch.2026
Am 1. März war es endlich so weit: Ich bin 20 Jahre alt geworden! Zwanzig! Das ist doch schon eine stolze Zahl. Und das Allerschönste: Schon 18 davon durfte ich mit meinem Frauchen verbringen. Ich glaube, wir sind ein ganz gutes Team, Frauchen und ich. Auch wenn sie manchmal etwas vergesslich ist, was Leckereien angeht 😁
Der Frühling lässt sich dieses Jahr wirklich Zeit. Kalt ist es noch immer, aber immerhin sind wir jetzt öfter ausreiten. Fast jeden Tag sogar! Nur leider immer nur so 60 bis 90 Minuten. Wenn ich ehrlich bin, wäre ich manchmal gerne noch ein bisschen länger draußen geblieben. Aber Frauchen sagt, das reicht erstmal. Na gut.
Das Allerbeste am März ist aber das Gras. Es wächst! Ganz langsam zwar, und man muss wirklich jeden einzelnen Halm suchen, aber es wächst. Wir stehen jetzt viel auf der hinteren Wiese und ich habe meine ganz eigene Methode entwickelt, um die kleinen grünen Schätze aufzuspüren. Nino macht das natürlich auch, aber ich bin eindeutig die Bessere darin. Das sehe ich schon allein daran, wie er mich manchmal anschaut, wenn ich wieder einen Büschel gefunden habe, den er übersehen hat.
Der Sommer kommt bestimmt bald. Ich warte jedenfalls schon ganz ungeduldig.
Auch im Februar hat sich der Winter noch eisern gehalten. Unser armes Frauchen hat täglich zweimal Wasser für uns geschleppt. Ohne unser Frauchen wären wir wirklich aufgeschmissen.
Viel ist im Februar nicht passiert. Da es so kalt war, konnten wir nicht viel reiten gehen. Hauptsächlich waren wir spazieren. Das hat aber auch mal gut getan. War auf jeden Fall eine schöne Abwechslung.
Einmal, als Frauchen gerade unsere Ranch sauber gemacht hat, hat sich die Kleo den Kopf an der vollen Schubkarre gekratzt. Frauchen hat schon geschimpft. Aber da war es schon zu spät. Kleo hat die volle Karre umgeschubst und Frauchen musste alles nochmal in die Karren schaufeln 😁 Wir haben sie natürlich tatkräftig unterstützt - zumindest seelisch und moralisch.
Ende Februar war dann auch wieder Hufschmied-Termin. Aber irgendwie mochte ich diesmal wieder das Beschlagen der Hinterbeine nicht. Es war genauso unangenehm wie letztes Jahr, als ich dann das schlimme Hufgeschwür bekommen habe. Also hat der Schmied die Eisen wieder runter gemacht. Aber laufen konnte ich ganz normal. Die ersten Tage danach hat mich Frauchen mir auch einen Hufverband gemacht. Das kannte ich ja schon. Dann sind wir ein Paar mal spazieren gegangen, weil mir ja nichts wehtat und ich auch nicht lahmte. Dann haben wir wieder angefangen, reiten zu gehen. Und mir tut immer noch nichts weh. Frauchen will jetzt erstmal abwarten. Entweder haben wir den Abszess im Keim erstickt, oder kommt noch durch. So wie letztes Jahr.
Am 24. Februar denken wir auch alle wieder an unsere liebe Holly, die nun schon seit 4 Jahren nicht mehr bei uns ist.
Der Winter hat es dieses Jahr wirklich in sich. Schon den ganzen Januar haben wir durchgehenden Frost. Unser armes Frauchen schleppt seit Wochen jeden Tag zweimal Wasser für uns. Wir versuchen extra, nicht so viel zu trinken, damit es möglichst lange hält. Schnee haben wir diesmal auch sehr viel. Ein Paar mal waren wir auch ausreiten. Aber nur ganz vorsichtig, damit wir nicht ausrutschen. Ein Paar Tage, nachdem es das erste mal geschneit hat, wurde es plötzlich fast 10 Grad warm. Und dann war auf unserer Ranch alles vereist. Frauchen hat sich tierisch Sorgen gemacht, weil ich ja Eisen drauf habe und ich hätte richtig ausrutschen können. Bin aber ganz vorsichtig gelaufen und es ist auch nichts passiert. Am nachmittag war es dann auch schon nicht mehr so schlimm.
Aber der Winter hält sich eisern. Es schneit immer wieder und es ist eisig kalt. So langsam werden auch Nino und ich müde von der Kälte. Jedesmal, wenn Frauchen kommt, sagt sie, dass wir durchhalten sollen. Bald wird der Frühling kommen. Ich hoffe das sehr, ich möchte nämlich endlich wieder mit Frauchen, Nino und Hanni auf Tour gehen. Im Moment gehen wir meistens nur spazieren, weil unser Frauchen doch immer so friert. Und wenn sie auch zu Fuß unterwegs ist, friert sie nicht ganz so doll.